FAZ Am Tresen - Der Gesprächspodcast

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Ulrich Endres, wie fühlt es sich an, einen Mörder zu verteidigen?

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Ulrich Endres hat als Strafverteidiger in über 150 Tötungsdelikten die Verteidigung übernommen. Er spricht von der Königsdisziplin seines Berufs. Bundesweit bekannt wurde er, als er Markus G. vertrat, den Mörder des Bankierssohns Jakob von Metzler. Endres ist inzwischen Mitte 70, fast 40 Jahre Strafverteidiger - und er kennt sich aus mit menschlichen Abgründen.

Endres, der seine Praxis im Frankfurter Stadtteil Höchst hat, ist auch in Rapper-Kreisen bekannt. Wenn es Probleme gebe, heißt es in einem Songtext: "Call Endres Endres." Endres, der in einem Porträt in der F.A.Z. mal der "Mann fürs Grobe" genannt wurde, ist bekannt für klare Worte. Wenn er einen Freispruch für einen Schuldigen erzielt, sei er stolz, dass das System funktioniere. Lieber zwei Freisprüche für Schuldige als einen Schuldspruch für einen Unschuldigen, ist seine Devise. Warum er bei Mandanten vor Gericht manchmal von Angstschweiß riechen und wieso er immer wissen will, ob jemand die Tat begangen hat, das erzählt er im Gesprächspodcast "Am Tresen".


Kommentare

Interessent
by Interessent on
Wie kann es sein, dass ein Mandant dem Verteidiger seine Straftat gesteht, er sie also begangen hat, aber trotzdem freigesprochen wird? Anscheinend nur weil die Staatsanwaltschaft/ Justiz den Fall nicht ausreichend belegen kann. Das Resultat ist doch, dass er für die begangene Tat doch nicht bestraft wird. Nährt das nicht ein Unrechtsempfinden?

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Über diesen Podcast

Am Tresen der Trinkhalle bleibt man kurz stehen, um zu plaudern – mit den Nachbarn oder Bekannten. Genau da treffen wir uns mit spannenden Menschen, bei Tee, Bier oder Limo, und quatschen. Zwischendurch gibt’s Kurze – am Ende eine bunte Tüte.

von und mit Frankfurter Allgemeine Zeitung FAZ

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